Hinrich Kley-Olsen
Hinrich Kley-Olsen

Seit Januar 2015 leite ich die Begegnungsstätte. Daneben habe ich noch eine halbe Stelle als Referent für Erwachsenenbildung im Neuen Evangelischen Forum Kirchenkreis Moers.

 

Nach erster Berufstätigkeit als Kellner fand ich in einem folgenden Studium für mich den Schwerpunkt der offenen Bildungs-, Kultur- und Begegnungsarbeit mit älteren Menschen und freue mich, nun in dem Bereich arbeiten zu können.

Ich möchte unsere Begegnungsstätte weiter entwickeln. Neben die Angebote sollen Projekte treten mit Augenmerk darauf, im Stadtteil Moers-Hülsdonk gegen Vereinsamung und zur Unterstützung von älteren Menschen aktiv zu werden, genau so aber auch Projekte zur Verlebendigung von Nachbarschaft in selbstbestimmten Projekten der Bewohnerinnen und Bewohner von Hülsdonk. Ihnen stehen dazu die Räume der Begegnungsstätte zur Verfügung.

 

Sozial eingebettet und in guten und tragfähigen Zusammenhängen älter werden in Hülsdonk und das so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden oder in zu entwickelnden gemeinschaftlichen Wohnformen ist ein Ziel meiner Arbeit.

 

Da ich das nicht alleine kann, suche ich bzw. suchen wir immer wieder neu engagierte Menschen mit Zeit, die Lust haben, unseren Stadtteil und unsere Begegnungsstätte weiter zu entwickeln. Vielleicht haben ja auch Sie Lust zur Mitarbeit?

Artikel zu mir nach Dienstantritt als neuer Leiter der Begegnungsstätte ab Januar 2015: NRZ - Rheinische Post

Konzeptionelle Grundlage meiner Arbeit

Eine prägende Grundlage meiner Arbeit und der Weiterentwicklung der Begegnungsstätte ist neben anderen auch noch meine Diplomarbeit, die vor Jahren mit einem kürzeren Titel als Buch erschien, m.E. aber noch immer nichts an Aktualität verloren hat; ja, deren Inhalte zum Teil erst jetzt im Rahmen innovativer Seniorenarbeit in neuen Projekten erkennbar werden.
Ich habe während meines Studiums die Einrichtung der innovativen Seniorenarbeit in Oldenburg, das inForum, mit aufgebaut von Beginn an. Und darüber dann später meine Arbeit geschrieben mit einer kritischen Reflexion von Zielen und Erreichtem.
Zum Buch
Das inForum in Oldenburg (Oldb) wurde Ende 1994 als ein neues Angebot im Rahmen der offenen Altenarbeit in Oldenburg eröffnet. Es wurde im Kulturzentrum der Stadt in einem freiwerdenden Trakt als Bildungs-, Beratungs-, Vermittlungs- und Begegnungsstätte für die ältere Generation eingerichtet. Diese Einrichtung ist Ausdruck dafür, dass versucht wird, auf vielfältige Veränderungen in der Gesellschaft und bei älteren Menschen im besonderen zu reagieren.

 

Im Mittelpunkt dieser Arbeit steht die Frage, wie eine sinnvolle und hilfreiche offene Altenarbeit (heute eher Seniorenarbeit genannt) gestaltet werden kann. Diese ist nicht ohne gesellschaftliche Bezüge zu denken. Alter wird aber häufig immer noch sehr einseitig wahrgenommen, etwa bei der meist rein quantitativ orientierten Diskussion um demographische Veränderungen. Wesentlich für eine differenzierte Betrachtung aktueller Entwicklungen und Herausforderungen sind darüber hinaus qualitative Veränderungen. Beide Aspekte von Veränderung werden dargestellt und diskutiert.

In diesem Kontext werden bisher klare Kategorien wie Alter/ Altern brüchig und undurchsichtig. Bilder vom Alter(n) wirken sich prägend in der öffentlichen Diskussion zu offener Altenarbeit aus und haben Folgen für deren konzeptionelles Arbeiten. Ebenso wenig wie andere Gruppen dürfen ältere Menschen gesondert wahrgenommen werden. Sie sind Menschen und deshalb ist in der (offenen) Altenarbeit neben einem differenzierten Altersbild ein Bewusstsein für das je eigene Bild vom Menschen erforderlich. Dafür werden in die Arbeit einzelne anthropologische Elemente von Paulo Freire eingebracht.

In der folgenden PDF-Datei können Sie meine Arbeit lesen. Wenn Ihnen Lesen am Bildschirm oder das Ausdrucken der vielen Seiten zu viel ist, hier für die Arbeit unter dem Titel "Altenarbeit als Empowerment" die Bezugsadresse.

Zurückblicken und Vorausdenken - Darstellung und Reflexion von Theorie und Praxis innovativer offener Altenarbeit am Beispiel des „inForum“ in Oldenburg
Diplomarbeit Kley-Olsen.pdf
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